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Einfacher Systemwechsel in Arztpraxen: bvitg-transfer gibt Empfehlungen für Datenportierung

BVITG LogoAb sofort steht bvitg-transfer, der Empfeh-lungskatalog zur standardisierten Datenmigration bei Systemwech-seln in Arztpraxen zur Kommentierung bereit (www.bvitg.de). Die Handlungsempfehlungen wurden von den Mitgliedern des Bundesver-bands Gesundheits-IT (bvitg) e. V. mit dem Ziel entwickelt, eine kom-fortable und verlustfreie Migration von Daten im Falle eines System-wechsels oder eines Praxiswechsels zu gewährleisten.

Etwa 5.000 Systemwechsel in niedergelassenen Arztpraxen finden jähr-lich statt, eine standardisierte Handlungsempfehlung für die Datenpor-tierung gab es bisher nicht. Diese Lücke wurde von den Mitgliedern des bvitg mit dem Regelwerk bvitg-transfer nun geschlossen. Ab sofort ist der Entwurf zu bvitg-transfer online und steht zur Kommentierung be-reit.
Praxisorientierte Lösung vs. E-Health-Gesetz
Auch die aktuelle Version des Referentenentwurfs zum E-Health-Gesetz sieht eine Regelung zur Datenportierung im niedergelassenen Bereich vor, die laut Andreas Kassner, Geschäftsführer der bvitg Service GmbH, jedoch weder notwendig noch zielführend ist: „Die Anforderungen an die Datenportabilität von Praxis-EDV gehen weit über eine schlichte Migration der gesetzlich zu dokumentieren Daten hinaus. So ist bei-spielsweise der Wechsel eines Arztes von einer Berufsausübungsge-meinschaft in eine andere mit organisatorischen und entwicklungsseiti-gen Herausforderungen verbunden, die mit einer Schnittstellenbe-schreibung allein gar nicht zu lösen sind.“
Darüber hinaus müssen eine Vielzahl von Daten übergeben werden, die nicht in den Hoheitsbereich der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die laut Referentenentwurf für die Entwicklung von Standards zuständig wäre, fallen. Dazu zählen beispielsweise alle Daten aus der Privat- und BG-Abrechnung, aus Selektivverträgen, sowie Termine oder ergänzende Behandlungsformen. „Die Übernahme aller relevanten Daten sowie die vollständige Anbindung aller in einer Praxis befindlichen Fremdsysteme in eine Praxis-EDV kann vom Gesetzgeber nicht abgebildet werden“, so Andreas Kassner, der mit Nachdruck dafür plädiert, bvitg-transfer als einen aus der Praxis und mit der notwendigen Erfahrung seitens der Industrie entwickelten Empfehlungskatalog anzuerkennen.

bvitg-transfer berücksichtigt neben Informationen zum Übernahmepro-zess auch Fragen zum Datenschutz, zur Projektplanung oder zur Fremd-system-Anbindung. Entsprechende Checklisten unterstützen die Praxen sowie die Softwarehersteller bei der Vor- und Nachbereitung des Da-tenimports und -exports.

Weitere Information: www.bvitg.de

Referentenentwurf zum E-Health-Gesetz: bvitg begrüßt Entwurf, sieht aber wesentliche Ziele in Gefahr

BVITG LogoIn einer ausführlichen Stellungnahme zum Referentenentwurf des geplanten E-Health-Gesetzes begrüßt der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. grundsätzlich die Initiative des Gesetzgebers, die sichere digitale Kommunikation und deren Anwendung im Gesundheitswesen rechtlich zu manifestieren. In der derzeitigen Umsetzung des Entwurfs und den vorgeschlagenen Maßnahmen erkennt der Verband jedoch erhebliche Lücken, welche die Erreichung der eigentlichen Ziele gefährden.

Parallelstrukturen zur Telematikinfrastruktur vermeiden

Konkret richtet sich die Kritik des bvitg beispielsweise gegen die im bisherigen Entwurf vorhandenen Schlupflöcher in Bezug auf die Einführung eines elektronischen Entlassbriefs, eines elektronischen Arztbriefs und eines Medikationsplans. „Zwar bekennt sich auch der Gesetzgeber zur Telematikinfrastruktur als einzige Instanz zur Etablierung einer sicheren, digitalen Kommunikation im Gesundheitswesen. Die einschlägigen Paragraphen lassen jedoch ausreichend Spielraum für die Etablierung paralleler Konkurrenzstrukturen“, betont Ekkehard Mittelstaedt, Geschäftsführer des bvitg.

Eine Empfehlung des Verbands ist entsprechend, die im Entwurf genannten Anwendungen nur unter Nutzung der Telematikinfrastruktur wie geplant finanziell zu fördern. Bis diese flächendeckend verfügbar ist, sollten die Anwendungen nur im Erprobungsgebiet gefördert werden. Darüber hinaus sollten die Anwendungen aller bestehenden Netze perspektivisch auf die Telematikinfrastruktur migriert werden.

Patienten sollen Hoheit über Gesundheitsdaten erhalten

Ferner bemängelt der Verband die Pläne zum Medikationsplan: Zum einen, weil dieser in der geplanten Fassung lediglich in Papierform bereitzustellen ist. Zum anderen, weil dieser in der Hoheitsgewalt des Hausarztes liegen soll.

Richtig und konsequent wäre es, den Patientinnen und Patienten ein Recht auf ihre Gesundheitsdaten in strukturierter elektronischer Form einzuräumen, gepaart mit dem Recht auf eine von ihm im freien Wettbewerb verfügbare, frei zu wählende Patientenakte.

„Die elektronische Patientenakte ist die Grundlage für die Übertragung der Datenhoheit an den Patienten. Nur so lassen sich Daten, wie der im Gesetzentwurf vorgesehene digitale Entlassbrief an die Patienten übertragen“, ergänzt der bvitg-Geschäftsführer Ekkehard Mittelstaedt.

Konsequente Interoperabilität

Als kritisch stuft der bvitg die Pläne zur Einführung eines Interoperabilitätsverzeichnisses ein, das die Basis für eine erfolgreiche Etablierung der IT im Gesundheitswesen sein sollte. Ekkehard Mittelstaedt: „Natürlich ist Interoperabilität das erklärte Ziel des Verbands. Der Gesetzesentwurf fordert für die Umsetzung jedoch lediglich Transparenz bei der Offenlegung von technischen und semantischen Standards und Profilen. Das führt dazu, dass im Prinzip jeder Standard ohne Plausibilitätsprüfung aufgenommen werden kann, was der Vereinheitlichung und Verbindlichkeit abträglich ist – und übrigens auch nicht die Belange der Ärzte bzw. Anwender berücksichtigt.“ Der Verband fordert darum definierte Strukturen für einen geordneten und verbindlichen Prozess, der darüber entscheidet, welche Standards für welche Anwendungen sinnvoll sind.

„Uns als Verband ist darüber hinaus unklar, warum die Ergebnisse der Planungsstudie zur Herstellung von Interoperabilität des Bundesgesundheitsministeriums, an der sich alle relevanten Organisationen konstruktiv beteiligt haben, nahezu unberücksichtigt blieben. Aus unserer Sicht vergibt der Gesetzgeber hier die Chance, eine von allen Seiten akzeptierte Lösung umzusetzen, um stattdessen ein neues Konstrukt, dessen Details fraglich sind, zu etablieren“, so Ekkehard Mittelstaedt.

Im Gesetzesentwurf geplant ist beispielsweise, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung sowie die Deutsche Krankenhaus Gesellschaft verpflichtet werden, für ihre jeweiligen Bereiche Schnittstellen zu definieren, welche die Archivierung und Übertragung von Patientendaten erleichtern sollen. Diese Maßnahme steht jedoch nicht nur dem Interoperabilitätsgedanken entgegen, sie festigt sogar noch die sektorenbasierte Sicht- und Handlungsweise. Unberücksichtigt bleiben hingegen die von der Industrie bereits entwickelten Konzepte zur Portabilität von Daten innerhalb einer Einrichtung im Falle eines Systemwechsels, welche das skizzierte Problem lösen könnten.

Rolle der gematik

Ebenfalls entgegen der Ergebnisse der Interoperabilitätsstudie laufen die Vorschläge des Gesetzgebers zur Einbringung der notwendigen Fachexpertise zum Interoperabilitätsverzeichnis. Während die Studie bereits ganz eindeutig die Etablierung eines unabhängigen Expertenrats vorschlägt, der Standards bewerten und für die Anwendung im Gesundheitswesen empfehlen soll, wird dieser Punkt im Gesetzesvorschlag eher schwammig formuliert. Ekkehard Mittelstaedt: „Mit Sorge sehen wir in diesem Zusammenhang auch den Vorschlag, diese Expertenrolle ausschließlich der gematik zuzuordnen. Noch dazu ohne transparente Entscheidungsstrukturen und Mitwirkungsrechte für die Betroffenen.“

In der Stellungnahme formuliert der bvitg konkrete Optimierungsvorschläge, die sicherstellen sollen, dass die Ziele des E-Health-Gesetzes, nämlich die Möglichkeit zur Datenverwaltung durch den Patienten sowie den sektorenübergreifenden Austausch der Daten, erfüllt werden können.

Die ausführliche Stellungnahme des bvitg e. V. zum Referentenentwurf des E-Health-Gesetzes finden Sie hier

Quelle: PM des bvitg.de

 

 

Verbandsübergreifender Mustervertrag zur Auftragsdatenverarbeitung für das Gesundheitswesen

BVITG LogoEine verbandsübergreifende Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern des Berufsverbandes der Datenschutzbeauftragten Deutschlands e. V. (BvD, „Arbeitskreis Medizin“), des Bundesverbandes Gesundheits-IT e.V. (bvitg), der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS, Arbeitsgruppe „Datenschutz und IT-Sicherheit im Gesundheitswesen“) und der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e. V. (GDD, Arbeitskreis „Datenschutz und Datensicherheit im Gesundheits- und Sozialwesen“) hat ein kommentiertes Muster eines Auftragsdatenverarbeitungsvertrags erarbeitet, die auf die besonderen Belange des Gesundheitswesens eingeht und den Datenschutz bei der Einbindung von Dienstleistern im Gesundheitsbereich sicherstellen soll.

Berlin, 28. Januar 2015. Der Zugriff auf sensible Patientendaten durch externe Dienstleister unterliegt den Datenschutzgesetzen und muss vertraglich geregelt werden. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe umfassen neben dem so genannten „ADV-Vertrag“ auch ein Beispiel zur Anwendung des Musters bei einer Fernwartung sowie jeweils einen Vorschlag zur Vorbereitung einer Prüfung durch den Auftraggeber und einer Selbstauskunft des Auftragnehmers zur Beurteilung seiner Eignung.

Die von der Arbeitsgruppe erarbeiteten Dokumente bieten Krankenhäusern, Arztpraxen und IT-Herstellern eine Hilfestellung, um das Thema Auftragsdatenverarbeitung im Gesundheitswesen so weit wie möglich praxisgerecht für beide Seiten vertraglich umzusetzen.

Die beteiligten Vertreter erklärten, dass zum ersten Mal in Deutschland eine solche Hersteller und Kunden übergreifende Lösung für den Datenschutz im Gesundheitswesen erarbeitet wurde und betonten die produktive Zusammenarbeit aller beteiligten Verbände.

Die Verbände weisen darauf hin, dass allein mit dieser Mustervereinbarung die Anforderungen der ärztlichen Schweigepflicht bei Einbindung von Dienstleistern noch nicht gelöst werden können. Stand heute kann auch mit einer datenschutzrechtlich einwandfreien und gesetzeskonform geregelten Auftragsdatenverarbeitung allein keine Offenbarungsbefugnis gemäß § 203 StGB abgeleitet werden. Im Interesse aller Beteiligten muss durch den Gesetzgeber hier eine ausgewogene Lösung gefunden werden, mit der Dienstleister rechtssicher eingebunden und zugleich das Vertrauen in die verschwiegene Ausübung des ärztlichen Berufes gewährleistet werden.

Alle Materialien sind auf den Internetseiten der Verbände verfügbar:

Zu den Verbänden:

  • BvD: Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) mit Sitz in Berlin vertritt die Interessen von über 800 betrieblichen und behördlichen Datenschutzbeauftragten.
  • bvitg: Der bvitg e.V. vertritt in Deutschland die führenden IT-Anbieter im Gesundheitswesen und repräsentiert mit seinen Mitgliedern 90 Prozent des stationären, des ambulanten sowie des zahnmedizinischen IT-Marktes. Über 70 Prozent der Unternehmen sind international tätig.
  • GMDS: Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) konstituierte sich 1955 und ist damit die älteste unabhängige wissenschaftliche medizinische Fachgesellschaft in Europa auf dem Gebiet der Medizinischen Dokumentation, Informatik und Statistik. Die GMDS hat das Ziel, die Medizinische Informatik einschließlich der Medizinischen Dokumentation, die Medizinische Biometrie und die Epidemiologie in Theorie und Anwendung, in Forschung und Lehre zu fördern. Die GMDS hat ca. 2000 Mitglieder und etwa 50 Arbeits- und Projektgruppen.
  • GDD: Die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. mit über 2.600 Mitgliedern und Sitz in Bonn tritt für einen sinnvollen, vertretbaren und technisch realisierbaren Datenschutz sowie Grundsätze der Selbstkontrolle und Selbstregulierung ein.

 

E-HEALTH-COM wird Verbandsorgan des bvit

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Der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) und der Verlag HEALTH-CARE-COM haben vereinbart, in Zukunft noch enger zusammenzuarbeiten. Kern der Vereinbarung sind die Nutzung des Fachmagazins E-HEALTH-COM als Verbandsorgan und die damit verbundene deutliche Erhöhung der Auflage der Zeitschrift, die weiterhin als unabhängiges Verlagsprodukt und Kommunikationsplattform für die gesamte eHealth-Welt erscheinen wird.

Der Bundesverband der Gesundheits-IT (bvitg) wird das Fachmagazin E-HEALTH-COM ab der Ausgabe 1/2015 als Verbandsorgan nutzen. Darauf einigten sich in dieser Woche der Verband und der Verlag HEALTH-CARE-COM, in dem das Magazin erscheint. Die Vereinbarung sieht vor, dass der Verband in der Zeitschrift regelmäßig über seine Aktivitäten und über ihm wichtige Themen berichten wird. Dies wird auf gesondert gekennzeichneten Seiten geschehen, die vom bvitg inhaltlich und presserechtlich verantwortet werden.

Zugleich wird der Verband dem Verlag eine zusätzlich zur bisherigen Auflage der Zeitschrift gedruckte Menge an Exemplaren von E-HEALTH-COM abnehmen, um diese an seine Mitglieder sowie an Protagonisten der Gesundheits-IT-Branche und der gesamten eHealth-Community weiterzugeben.

Die Zeitschrift E-HEALTH-COM bleibt weiterhin ein unabhängiges Verlagsprodukt. Die redaktionellen Inhalte werden wie bisher ausschließlich von der Redaktion des Magazins  ausgewählt, erstellt und gestaltet. Die Verantwortung im Sinne des Presserechts bleibt beim Chefredakteur. Die Verantwortung für die strategische Ausrichtung des Magazins tragen weiterhin ausschließlich der Gründer und Herausgeber Hans-Peter Bröckerhoff sowie der Verlag HEALTH-CARE-COM.

Der Vorstandsvorsitzende des bvitg, Matthias Meierhofer, erklärt zu der Zusammenarbeit mit E-HEALTH-COM: „Als eine der fortschrittlichsten und innovativsten Branchen Deutschlands, die sich darüber hinaus um das wertvolle Gut „Gesundheit“ kümmert, haben wir Redebedarf. In der Vergangenheit wurde dieser Aspekt immer ein wenig stiefmütterlich behandelt. Frei nach dem Motto „Wer etwas zu sagen hat, der sollte es auch tun!“ haben wir uns nun mit der E-HEALTH-COM einen Partner gesucht, der sich als Verbandsorgan bestens eignet. Ob für die Kommunikation mit der Branche oder allen anderen Teilen der e-Health-Welt – die E-HEALTH-COM ist in unseren Augen das Medium der Wahl. Nicht nur weil sie für ihre hohe journalistische Qualität bekannt ist, sondern auch weil die Redakteure es schaffen, hochkomplexe Inhalte verständlich, lesenswert und manchmal auch mit der nötigen Portion Humor aufzubereiten.“

„Wir haben uns“, kommentiert der Herausgeber des Magazins, Hans-Peter Bröckerhoff, „über das Vertrauen  des bvitg, uns als Verbandsorgan zu nutzen, sehr gefreut.“ Schließlich sei der bvitg, unterstreicht er, einer der zentralen Player in der deutschen eHealth-Welt. Dass der Verband mit der conhIT auch das wichtigste Treffen für die eHealth-Community, also die Leserschaft und Zielgruppe von E-HEALTH-COM organisiere, mache die vereinbarte Zusammenarbeit noch nachvollziehbarer und wertvoller, zumal durch die deutlich erhöhte Auflage jetzt noch mehr Leserinnen und Leser erreicht werden könnten.

Beide Kooperationspartner, Verband und Verlag, betonen zudem, dass die Vereinbarung keine Ausschließlichkeit vorsehe. Die Zeitschrift werde wie bisher auch weiterhin mit anderen Verbänden und Organisationen in der eHealth-Welt zusammenarbeiten und auch der bvitg werde weiterhin mit anderen Medienpartnern, Redaktionen und Herausgebern kooperieren

Der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Der bvitg e. V. hat die Entwicklung der Gesundheits-IT seit der Verbandsgründung 1995 begleitet und sich inhaltlich mit den Schwerpunkten des Marktes weiterentwickelt. Mit 52 Mitgliedsunternehmen vertritt er heute die führenden Hersteller von Krankenhausinformationssystemen, Praxisverwaltungs- und Arztinformations- sowie Abteilungssystemen, Speziallösungen, Rechenzentren und weiteren IT-Lösungen für den ambulanten und stationären Bereich sowie für Reha-, Pflege- und Sozialeinrichtungen. Verband und Unternehmen machen sich gemeinsam dafür stark, die gesundheitliche Versorgung der Menschen in Deutschland durch den Einsatz von innovativen und an der Praxis orientierten IT-Lösungen nachhaltig zu verbessern.

Mehr Informationen unter:

www.bvitg.de

www.conhit.de

 

Führungswechsel im bvitg-Vorstand – Matthias Meierhofer wird neuer Vorstandsvorsitzender

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Neuer Vorstandsvorsitzender ist Matthias Meierhofer (MEIERHOFER AG), ehemaliger stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Verbands und seit 2008 Mitglied des Vorstands. Für ihn rückt Uwe Eibich (CompuGroup Medical AG) nach, der seit 2011 Vorstandsmitglied ist. Weiterhin im Vorstand vertreten sein wird Jörg Holstein (VISUS Technology Transfer GmbH), der sich ebenfalls seit 2011 im Vorstand betätigt.

Erneutes Mitglied im bvitg-Vorstand ist Jens Naumann (medatixx GmbH & Co. KG), der schon einmal im Jahr 2011 für den bvitg-Vorstand tätig war und nun die Position des bvitg-Finanzvorstandes einnehmen wird. Ganz neu in den Vorstand gewählt wurde Dr. Axel Wehmeier (Telekom Healthcare Solutions).

„Ich freue mich sehr über den Vertrauensbeweis und darauf, mich mit dem neu aufgestellten Vorstandsteam weiter für bessere politische Rahmenbedingungen für Gesundheits-IT einzusetzen.“, so Meierhofer. „IT ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Gesundheitsversorgung, wird vom Gesetzgeber aber noch nicht genügend gefördert. Das möchte ich ändern.“

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende, Bernhard Calmer (Siemens AG Healthcare Sector), und vorheriger bvitg-Finanzvorstand Simon Saatmann (Saatmann GmbH & Co. KG) traten nach langer ehrenamtlicher Vorstandstätigkeit nicht erneut an.

Weitere Informationen:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Taubenstraße 23

10117 Berlin

Für mehr Patientensicherheit: bvitg e. V. unterstreicht die Positionen des Krankenhaus-Reports und dringt auf mehr Einsatz von Gesundheits-IT

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Mitte Januar hat die AOK den Krankenhaus-Report 2014 veröffentlicht. Seitdem wird das Thema Patientensicherheit im Krankenhaus kontrovers diskutiert. Auch der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. sieht für diesen Bereich Verbesserungspotenzial, das nicht zuletzt durch die flächendeckende Ausbreitung intelligenter IT-Lösungen ausgeschöpft werden könnte.

Intelligentere Krankenhausplanung, mehr Transparenz und Maßnahmen zur Qualitätssicherung – diese und weitere Forderungen finden sich im Krankenhaus-Report 2014. Bei der jährlichen Publikation stand die Frage nach mehr Sicherheit für Patienten im Mittelpunkt – ein Thema, das für den Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. von großem Interesse ist. Denn der Report macht deutlich, dass Gesundheits-IT einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Patientensicherheit und zur Vermeidung unerwünschter Ereignisse im Krankenhaus leisten kann.

 Klinische Informationssysteme, die alle relevanten Daten zeitnah zur Verfügung stellen, optimieren den Workflow im Krankenhaus und sorgen dafür, dass Kapazitäten optimal genutzt werden. Darüber hinaus können IT-Lösungen bei Diagnostik und Therapie unterstützen, beispielsweise im Kontext der Medikation, die im Krankenhaus-Report prominent hervorgehoben wird. Lösungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) machen Ärzte und Pflegepersonal auf Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen und Dosierungsfehler aufmerksam.

„Wir pflichten der Aussage der Deutschen Krankenhausgesellschaft bei, dass Zahlen zu patientensicherheitsrelevanten Ereignissen, die auf Basis eines Gutachtens von 2007 hochgerechnet wurden, heute nicht mehr aktuell sein dürften. Gerade in sicherheitskritischen Bereichen wie der Medikation ist in den vergangenen Jahren in den Krankenhäusern bereits viel realisiert worden“, so Matthias Meierhofer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des bvitg e. V.

„Es steht aber außer Frage, dass wir hier erst am Anfang stehen.“

Denn wenn es um AMTS geht, rangiert Deutschland im europäischen Vergleich auf den hinteren Plätzen. Nur 6 bis 8 Prozent der Krankenhäuser haben vollständige AMTS-Lösungen im Einsatz, so die Ergebnisse des aktuellen „IT-Report im Gesundheitswesen“ der Hochschule Osnabrück, der in Kürze veröffentlicht wird. Und fast die Hälfte der Häuser hat keine Pläne, AMTS-Lösungen einzuführen. 

Die Problematik ist im Gesundheitswesen bekannt. Im vergangenen Jahr verabschiedete das Bundesministerium für Gesundheit den dritten Aktionsplan zur AMTS, für den sich der bvitg e. V. gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Patientensicherheit, Ärzte- und Apotheker-Organisationen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie weiteren Akteuren des Gesundheitswesens engagiert, um das Thema AMTS voranzubringen.

Die integrierte Durchdringung aller Versorgungsbereiche mit intelligenten IT-Systemen sieht der Verband als grundlegende Voraussetzung, um die Qualität der Gesundheitsversorgung zum Wohle des Patienten zu verbessern. „Dieses Ziel wurde in Deutschland aber bisher nicht erreicht“, bringt es Bernhard Calmer, Vorstandsvorsitzender des bvitg e. V., auf den Punkt. Auch elektronische Patientenakten, die dem Austausch von Patientendaten im Rahmen regionaler oder überregionaler Versorgungsnetze dienen, werden in Deutschland bisher nur punktuell genutzt. „Der schleppende Aufbau einer einheitlichen Telematikinfrastruktur hat dazu maßgeblich beigetragen“, so Calmer.

Um das mit dem Einsatz von Gesundheits-IT zu erreichende Potenzial auszuschöpfen, appelliert der bvitg vor allem an Politik und Krankenkassen, der Gesundheits-IT einen größeren Stellenwert einzuräumen. Denn solange sich die strukturellen Rahmenbedingungen nicht verbessern und die Gesundheits-IT in Deutschland nicht als wegweisende zukunftsträchtige Investition Anerkennung findet, können sich, so die Überzeugung des Verbands, die mit ihr verbundenen Potenziale nicht entfalten.

Die aus bvitg-Sicht notwendigen Voraussetzungen wurden im Mai 2013 im Positionspapier „Gute Gesundheitsversorgung braucht mehr IT“ formuliert, das auf der Website des Verbands ( www.bvitg.de) zum Download bereit steht.

Die Potenziale von Gesundheits-IT speziell für die Bereiche AMTS, Datenverfügbarkeit sowie Pflege thematisiert auch der bvitg-Innovationsreport, der im ersten Halbjahr 2014 veröffentlicht wird. 

Weitere Informationen: www.bvitg.de

Gute Gesundheitsversorgung braucht mehr IT

bvitg pressefoto frühlingserwachenDas „Frühlingserwachen“ des bvitg versammelte rund 100 Vertreter aus Politik, Selbstverwaltung und der Health IT-Branche. Im Mittelpunkt der exklusiven Abendveranstaltung stand das Potenzial von IT für das Gesundheitswesen. Welche Voraussetzungen dafür zukünftig zu schaffen sind hat der Verband nun in einem Positionspapier zur Gesundheitspolitik veröffentlicht.

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Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und der Verein Elektronische FallAkte e. V. erarbeiten Konzept „EFA on top of IHE“

BVITG LogoAachen, Berlin, 12. September 2012. Die im Frühjahr 2012 vom bvitg e. V. und dem Verein Elektronische FallAkte e. V. gegründete Arbeitsgruppe „EFA on top of IHE“ hat bei der Entwicklung einer an die deutschen Rahmenbedingungen angepassten Spezifikation für eine arztgeführte Fallakte erste Ergebnisse veröffentlicht. Diesen Beitrag weiterlesen »

IT-Verbände gründen Initiative für qualifizierten IT-Nachwuchs in der Gesundheitswirtschaft

BVITG LogoDie IT-Abteilungen in den Einrichtungen des Gesundheitswesens und die Software-Hersteller der Gesundheitswirtschaft können in Deutschland den Bedarf an qualifizierten Fachkräften der Medizinischen Informatik nicht mehr decken. Die Ursachen sind vielfältig. So zieht z.B. die boomende Wirtschaft viele Informatikabsolventen in die Industrie, die Anzahl von Studienanfängern der Medizinischen Informatik stagniert und letztlich kann die Attraktivität der Arbeitsplätze von Informatikern in den Kliniken nicht mit der freien Marktwirtschaft mithalten. Vor diesem Hintergrund haben sich Anfang diesen Jahres alle im Gesundheitswesen aktiven und relevanten IT-Verbände zusammengeschlossen, um gemeinsam dem Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften innerhalb der Branche entgegenzuwirken. Diesen Beitrag weiterlesen »

Viel Neues auf der conhIT 2012!

Logo conhITVom 24. bis 26. April findet auf dem Messegelände Berlin die conhIT – Connecting Healthcare IT statt. Die Industrie-Messe, die innerhalb der Gesamtveranstaltung die conhIT-Elemente Kongress, Akademie sowie ein umfangreiches Angebot an Networkingevents komplettiert, hat sich mittlerweile zu Europas größter Ausstellung speziell zum Thema IT im Gesundheitswesen entwickelt. In diesem Jahr präsentieren rund 270 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen. Viele dieser Unternehmen haben zur conhIT neue Lösungen entwickelt, die sie erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Im diesjährigen Neuheitenreport von Messe Berlin und bvitg geben 32 Aussteller in Wort und Bild einen Überblick über ihre jeweils interessantesten IT-Neuerungen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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